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Logan MCV Kombi :: RE: Bio Ethanol E10

Autor: Karpatenharry

 

Verfasst am: 13.01.2011, 14:35 (GMT 1)

Thema Antworten: 5

Hallo W124


 


freut mich das dich das interessiert. Ich erkläre dir gerne das offizielle und inoffizielle. Hier gibt es nämlich sehr viele Meinungen zur Sache.


 


Also was ändert sich... die Fakten


 


Ich möchte aber ungern das normale Benzin (E5) mit dem Bio Etahnol (E10) vergleichen. Der Grund liegt in den 5%... Tolleranzen gibt es immer... Im benzin kannst auch mal 6% oder 7% haben wenns schlecht läuft... Man kauft den Kraftstoff ja nicht in der Apotheke :) Also brauchen wir nicht über "3%" reden... das ist für mich persönlich praktisch das gleiche...


 


Um die beiden Arten zu vergleichen würde ich lieber Benzin mit Bioethanol zu 100% vergleichen


 


"Mehrverbrauch" :


 


Benzin hat einen Brennwert von 12,1 kW/h pro kg


Ethanol hat einen Brennwert von 7,1 kW/ pro kg


 


Das heißt im Ethanol steckt weniger "Energie". Daraus muss immer ein Mehrverbrauch entstehen. 10-20% mehr können es werden sagt man.


 


"Schadet dem Motor"


 


Das war natürlich sehr allgemein ausgedrückt.


Zum einen Wirkt es ähnlich wie Biodiesel aggressiver auf Materialien im Kraftstoffsystem. Undichtigkeiten, Rost... zum anderen verschmutzungen die sich im laufe des Benzinbetriebs bildeten werden gelöst und gelangen als "klumpen" in das einspritzsystem...


Erhöhte wassereinlagerungen machen das Restliche


 


Zum anderen muss sich das Einspritzverhalten des Motors wenn man 100% Bioethanol tanken würde massiv ändern. Bis zu 115 Otan kann Bioethanol haben... andere Zündthemperatur und Flammpunkt.


Es stimmt das Ethanol allgemein sauberer verbrennen kann und eigentlich besser für Motoren wäre.


Jedoch muss man bedenken, dass sich der Motor wenn er sein Einspritzverhalten nicht ändern würde, beim betrieb von Ethanol extrem abmagern würde, was wiederrum zu einer schlechten verbrennung und zum schaden führen würde.


 


Einen gewissen teil kann sicherlich durch die Elektronik und automatischen anpassung des Zündkennfelds kompensiert werden. Sogar bei 100% ethanol


Die Frage ist nur in wie weit sich der Motor aus dem "standardbereich" verschieben lässt.


Besonders bei hohen Drehzahlen oder Lasten wäre es Denkbar, dass Grenzerscheiungen auftreten, wo die Anpassung der Elektronik nicht mehr ausreichend ist.


 


Genau gesagt müsste man das Einspritzsystem ändern. Die "Düsen"vergrößern um das Gemsich anzufetten. Dann wäre man wieder im Standardbereich und hätte genug spielraum.


 


Ob sich dieser Nachteil bei jedem Fahrverhalten zeigt, ist mehr als fraglich, Ideal ist der Betrieb mit Ethanol in einem Benzinmotor aber keineswegs.


 


Abschließend kann ich sagen, dass sich alle Nachteile natürlich relativieren, wenn man nur zu geringen %-Sätzen zum benzin dazu tankt. Jetzt kann jeder selbst entscheiden wie es aussieht


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